Die Zeit ist um

Der Abschied am Morgen fällt mir leicht. Es regnet. Es ist kalt und übermäßig windig. „Meine“ Uhrzeit ist es natürlich nicht. Ab 4:40 Uhr klingeln nacheinander drei Wecker. Meine Horrorvorstellung, den Transfer oder gleich ganz den Flug zu verpassen, lässt mich in der letzten Nacht ohnehin nicht richtig schlafen.
Da ich nichts gekauft habe, sondern lediglich Unmengen Sonnencreme, Apres Sun und diverse andere mitgebrachte Körperpflegeprodukte verbraucht habe, bin ich sicher, alles in den Koffer zu kriegen und die „magische“ 20 kg-Marke nicht zu überschreiten. Mein Andenken an diesen Urlaub ist ein Originalverpackter Zahnstocher aus dem Hotelrestaurant mit ausgedrucktem Logo und Schriftzug. Klein, leicht, zweckmäßig, … passt. Da kommt der Motorradfahrer in mir durch.

Ein zweites Mitbringsel besteht aus einer etwa bleistiftdicken wunderschön geformten kleinen und ausgeblichenen Wurzel. Davon habe ich tatsächlich schon einige über die unterschiedlichsten Reisen zusammengetragen.

Mit den Reisebestimmungen für das Handgepäck kenne ich mich inzwischen auch aus. Somit bin ich dann doch irgendwie entspannt, als ich vom Wecker geweckt werde. Das wichtigste ist geschafft. Ich bin tatsächlich wach geworden. Die Klamotten liegen bereit und ich muss jetzt einfach schnell durchs Bad. Die wichtigen Dinge in den Rucksack und alles Übrige in den Koffer werfen. Jetzt noch einmal alle Ecken und Winkel im Zimmer kontrollieren. Fertig.

Mit dem riesigen Badetuch und der Schlüsselkarte geht es in die Hotellobby zum Check-Out. Freundlich werde ich angelächelt. Ja,… es ist furchtbar früh. Man sieht es mir an.

Die Übergabe und die Verabschiedungsformeln sind schnell abgewickelt. Genau in diesem Moment fährt der Bus vor das Hotel. Zu früh, besser hätte das Timing aber nicht sein können.

Der heutige Bus ist viel moderner und der Busfahrer scheint seine Mitte gefunden zu haben. Keine Rocky Fortsetzung. Puh! In zwei Hoodies und ein großes Halstuch gewickelt rolle ich mich auf einem Sitz einigermaßen bequem zusammen. Endstation Flughafen. Ab jetzt kann erst mal nix mehr schief gehen. Ich bin hundemüde aber tief zufrieden.

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