8 Schritte zur stylischen und leichten Packliste – wie man eine Packliste strukturiert selbst aufbaut:

 Da ich nicht Non-Stopp unterwegs bin und zwischen den Ausflügen, Road-, City-, Kurztrips und Urlauben (mit und ohne Motorrad) immer wieder zurück in mein Basislager fahre bzw. fliege, kann ich jedesmal zielgerichtet packen.

Um die jeweilige Packliste zu erstellen, stelle ich mir diese Frage – in dieser Reihenfolge:

  1. Worauf kann ich im Alltag nicht verzichten?
  2. Welche Temperaturen bzw. welche Witterung erwarten mich?
  3. Worauf kann ich verzichten, wenn ich ehrlich bin?
  4. Was werde ich unternehmen?
  5. Was brauche ich zwangsläufig selbst dafür?
  6. Kann ich etwas aus den bisherigen Antworten bereits mehrfach nutzen und dadurch Dinge einsparen?
  7. Worauf kann ich tatsächlich verzichten, wenn ich ganz ehrlich bin?

Mit der Zeit und der Übung wird daraus dann eine sinnvolle und überschaubare Menge an Dingen, die tatsächlich in meine Tasche wandern.

Natürlich müssen die Kleidungsstücke, die es tatsächlich bis hierher geschafft haben, auch so kombinierbar sein, dass ich mich zu jedem Zeitpunkt wohl in meiner Haut fühle.

Ich lege daher meist noch ein Farbschema (Punkt 8) fest. Hier beziehe ich auch Rucksack, Tasche, Schuhe und Gürtel mit ein. Alles, was nicht in den festgelegten Farbkreis passt, wird ausgetauscht oder reduziert meinen Tascheninhalt, weil es gar nicht ersetzt wird.

Auf Schmuck verzichte ich vollständig, da ich meistens viel in Bewegung bin. Falls mir mal etwas gefällt, kann ich es dann vor Ort kaufen.

Leichtgewichtig unterwegs ist besserunterwegs

Mein Hang zu leichtem Gepäck kommt nicht vom backpacken. Alleine die Vorstellung, ein überladenes Motorrad wieder aufheben zu müssen motivierte mich, meine Ausrüstung mit Blick auf Gewicht und Packvolumen auszuwählen.

An (m)einem Motorrad gibt es Alukoffer – das Packvolumen ist generell begrenzt. Wenn die Koffer oder Taschen voll sind, kannst Du unterwegs auch keinen Proviant für Dein Abendessen einkaufen. In den Koffern muss bei Reiseantritt mindestens eine Handbreit Platz bleiben. Dieser Ort ist für Lebensmittel gut geeignet, die nicht gedrückt werden sollten.

Wenn ich mal in einer Unterkunft übernachte, dann steht das Motorrad meist in einer Garage oder auf dem Parkplatz hinterm Haus. Von hier aus muss ich alle Taschen und den benötigten Kofferinhalt in das Zimmer transportieren. Dabei darf man Helm, Handschuhe, Trinkrucksack, etc. nicht vergessen.

Nur durch mehrmaliges Laufen lassen sich die Dinge bewegen, die bei einer Campingtour eventuell sogar am Motorrad bleiben können.

Wenn ich also die Option habe, verzichte ich gerne auf die Schlepperei am Ende und Anfang des Tages. Darin sehe ich meinen Luxus.

Wie beantworte ich nun die Fragen, um eine übersichtliche Packliste zu erhalten?

  1. Worauf kann ich im Alltag nicht verzichten?

In diese Kategorie gehören die kleinen und einfachen Dinge: Kamm, persönliche Medikamente, Kreditkarten und Bargeld, Handy mit Ladekabel, Hygienbedarf, tägliche Kleidung usw.

  1. Welche Temperaturen bzw. welche Witterung erwarten mich?

Ein Blick in den Wetterbereich und in die Klimatabelle des Zielortes verraten Dir, mit welchem Klima Du rechnen kannst. Hier besteht die Kunst darin, nicht zu optimistisch zu planen. Wird es kalt, vertraue ich auf das Zwiebelprinzip und auf die von mir festgelegten Farben, die eine Kombination immer möglich machen.

  1. Worauf kann ich verzichten, wenn ich ehrlich bin?

Dieser Punkt ist intensiv. Man sollte hier nicht zu sehr daran denken, was alles passieren könnte, sondern auf die eigenen Fähigkeiten vertrauen, vor Ort zu improvisieren. Wenn es tatsächlich nicht anders geht, kann ich fehlende Dinge in den meisten Fällen vor Ort auch nachkaufen.

  1. Was werde ich unternehmen?

Realistisch zu bleiben ist in diesem Schritt die eigentliche Aufgabe. Wenn ich hier wieder alle möglichen Optionen aufführe, dann wird es nichts mit dem leichten Gepäck. Um nach einem Flug im Urlaub Motorrad zu fahren, brauche ich beispielsweise meine eigenen Handschuhe, weil ich keine in meiner Größe leihen kann. Einen Helm brauche ich nicht zwangsläufig, da ich ihn leihen könnte. Dafür ist eine leichte Sturmhaube aus hygienischen Gründen für mich unerlässlich. Die meisten Aktivitäten sind sportlich und setzen bequeme Kleidung voraus. Auf dieser Basis wird der Grundstock der Ausrüstung und Bekleidung zusammengestellt.

  1. Was brauche ich zwangsläufig selbst dafür?

Hier sortiere ich alle Dinge aus, die ich vor Ort leihen kann und die nicht tatsächlich nötig sind. Hand aufs Herz: Was kann noch zu Hause bleiben?

  1. Kann ich etwas aus den bisherigen Antworten bereits mehrfach nutzen und dadurch Dinge einsparen?

Wenn die Sachen bisher nicht aus der Packliste geflogen sind, versuche ich sie durch Dinge zu ersetzen, die ich für mehrere Aktivitäten verwenden kann. Es gibt beispielsweise stadttaugliche Jacken, die wind- und wasserfest sind und gleichzeitig atmungsaktiv – ohne dass ich gleich nach Bergbesteigung aussehe. Jedes Teil wird kritisch betrachtet: Es muss praktisch, zielgerichtet und bestenfalls für mehrere Dinge verwendbar sein.

  1. Worauf kann ich tatsächlich verzichten, wenn ich ganz ehrlich bin?

An dieser Stelle packe ich nochmal alles aus, sortiere weg, was sich doch noch Unsinniges eingeschlichen hat. Zur Motivation habe ich diese Dinge auch schon einzeln gewogen und mir die Summe des eingesparten Gewichts vor Augen geführt.

Dieser Schritt ist beliebig oft wiederholbar. 😉

Tipp: Lege alle aussortieren Gegenstände in eine Transparente Kiste und sieh Dir das eingesparte Volumen an. Es wird sich lohnen!

  1. Der Farbkreis

Um sicher zu stellen, dass meine Kleidung gut kombinierbar ist, lege ich mir Farben fest, die eingepackt werden dürfen. Es sollten nicht mehr als fünf Farben sein. Dazu kommen noch maximal zwei Kategorien: beispielsweise lässig und sportlich. Alles, was nicht in dieses Schema passt, fliegt raus!

Ich erstelle alle meine Packlisten nach diesen acht Schritten. Wie gehst Du vor?
Hast Du es schon ausprobiert oder packst Du kurz vor dem Urlaub quer Beet?

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