12 Stunden in Amsterdam

Der Tag beginnt früh. Um 6:20 Uhr klingelt mein Wecker. Die Abfahrt ist für 7 Uhr geplant. Warum weiß ich jetzt noch nicht. Pünktlich wird es natürlich trotzdem nicht. Nach einem völlig ungeplanten Frühstück geht es dann aber endlich um 7:40 Uhr los.

In der Tankstelle beginnt dann die Diskussion über die bevorstehenden Parkgebühren. Meine Schätzung liegt bei Minimum 30 €. Ich ernte verächtliche Blicke. Tank voll. Eine Enduro Zeitschrift und drei Motorradzeitschriften gönne ich mir hier schon mal. Die Tests der Reifen interessieren mich gerade brennend.

Die Fahrt verläuft beinahe planmäßig – wir unterbieten die Ankunftszeit um 30 Minuten. Hoffentlich folgt hier kein Knöllchen. Einen Spitzenparkplatz mitten in der Innenstadt kann man samstags also um 9:30 Uhr noch recht leicht finden. Kostenfaktor für nahezu 12 Stunden: 30 €.

Da jetzt ein wenig von dem angekündigten Regen aus den hellen Wolken tröpfelt und das kleine Frühstücksbistro zum einen sehr voll ist (gutes Zeichen) und zum anderen mehr als einladend wirkt, stürmen wir geradezu hinein.

Ein zweites Frühstück macht einen Road Trip erst richtig gut!

Im Untergeschoss findet sich noch ein Plätzchen. Der Tisch ist jedoch so klein, dass die Gruppe vom Nachbartisch uns gleich auffordert, den größeren Tisch zu übernehmen. Sehr nett. Das Frühstück bestellen wir in Englisch. Bei Bagels & Beans gab es ein Goedemorgen ontbijt für 5,85 € einen frisch dampfenden Bagel nach Wahl, Frischkäse, Marmelade, einen frisch gepressten Orangensaft und einen Kaffee oder ähnliches.  

Nach diesem wirklich gelungenen zweiten Frühstück stellen wir uns die Schlage für das Wachsfigurenkabinett. Die ist zum Glück aufgrund der Tageszeit relativ kurz. Die Wartezeit beträgt trotzdem knappe 30 Minuten. Leider kann man die Tickets nur in Kombination mit anderen Aktivitäten erstehen. Mit dem Dungeon und oder einer einstündigen Grachtenrundfahrt.

Die Variante mit der Gratchenrundfaht ist mit 34 € noch die günstigste Option. 

Aufzüge bringen die neuen Besucher alle 2 Minuten automatisch in die oberste Etage. Der Aufenthalt ist recht amüsant und kurzweilig, obwohl 90 Minuten vergangen sind.

Zu Fuß spazieren wir nun in Richtung Hauptbahnhof. Dort sollen die Gratchenboote zu finden sein.

In der ganzen Stadt fallen die Elektroautos auf, die beim Parken jeweils an der Leine liegen. Natürlich müssen wir erst noch die strahlende Sonne genießen und ein paar Fotos machen.

Bevor wir in das Boot steigen und eine gute Stunde die Wasserstraßen der Stadt durchfahren, wollen wir noch einen Snack futtern. In den Niederlanden gibt es die FEBO Fast Food Automaten, die frisch bestückt werden.

Damit das System schnell funktioniert ist an der gegenüberliegenden Wand ein Wechselautomat angebracht. Die Automaten mit dem Essen können nämlich nicht wechseln. Für ein Bami für 1,60 € sollte man also kein 2 € einwerfen, sondern vorher wechseln. Das Essen hat die perfekte Temperatur zum direkten verspeisen und ist so lecker, dass ich leider schon satt bin, bevor ich auch nur einen nennenswerten Teil des Angebotes probieren konnte.

Die Rundfahrt ist dann absolut angenehm. Frische Kopfhörer für jeden Fahrgast und ein Glasdach sorgen bei den kühlen Temperaturen für eine angenehme Zeit. Die Erklärungen zur Stadt sind gut dosiert. Man wird nicht mit allen möglichen Informationen übergossen, die Stadtrundfahrt macht eher Lust auf noch mehr Informationen. Zur Auswahl standen um die 20 Sprachen.

Der Name Flohmarkt kommt übrigens ursprünglich von der Insel, die für die jüdischen Bewohner angelegt worden war.

Nach der Rundfahrt machen wir in einem kleinen Restaurant halt und bestellen ein paar Kleinigkeiten. Dinner gibt es meist erst ab 17:00 Uhr.

In dem folgenden Spaziergang durch die Straßen der Stadt machen unseren Füßen zu schaffen. Must-have für Amsterdam sind auf jeden Fall gut gedämpfte Schuhe. Das Kopfsteinpflaster ist eigentlich nur uneben. Genau wie die Seiten- und Frontneigung der alten Gebäude. Hier scheint einfach nichts gerade zu sein. Das wirkt ziemlich sympathisch. Nur der ab mittags einsetztende prägnante Geruch aus den Absauganlagen der Coffee Shops kann empfindliche Nasen beanspruchen. Besonders der Flashmop mit DJ und riesiger Kissenschlacht hat uns gefallen. Die Stadt ist einfach stylisch und überraschend. Am Ende finden wir nach einiger Suche auch das Auto wieder. 😉

Mein Highlight bestehen in Amsterdam hauptsächlich aus Essen:

  • Frühstücksbagel bei Bagels & Beans
  • FEBO – Snacks im vorbeigehen
  • Pasteis de nata aus einem der schönen kleinen Geschäfte in einer Seitengasse
  • schöne Hausboote in den Grachten

Der nächste Aufenthalt soll auf jeden Fall länger werden. Wer mir eine zentrale und preislich günstige Unterkunft empfehlen kann, möge sich gerne per Kommentar melden. 😉

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