ENDURO 1/2015 – haltlos in Hoope

 Die Zahl der blauen Flecken kann ich in Quadratzentimetern besser zusammenfassen, als in der tatsächlichen Anzahl.

Macht aber nix, ist ja Enduro!

Aber mal von Beginn an: Die Abholung meiner BMW hatte sich um ganze 65 Minuten verzögert – meine Zeitplanung für die Vorbereitung des Enduro-Wochenendes war somit dahin.

Vorsorglich hatte ich schon eine Spätanreise bei der Unterkunft angekündigt – die ich zwecks erhoffter Schlafqualität ausnahmsweise gebucht hatte. 70 € für eine Übernachtung. Nicht unbedingt wenig, wenn man bedenkt, dass ich bei etwas besserer Planung und Vorbereitung einfach im Transporter hätte schlafen können.

In kurzer Zeit habe ich die wichtigen Dinge im Transporter verstaut, halte auf dem Weg zur Autobahn noch an der Tankstelle, fülle den Benzinkanister auf, hole Bargeld ab und kaufe im Supermarkt daneben noch 2 Brezeln, Mini-Salami und Energie-Drink für zusammen unter 5 €. Mein heutiges Abendessen und morgiges Frühstück.

Dann geht es auf die Bahn. Im besten Fall liegen drei Stunden Fahrtzeit vor mir.  

 Drei Stunden. Passt. Die Ankunft verläuft gut und das Zimmer erfüllt mehr Wünsche als nötig. Vom Hotelinhaber bekomme ich noch die ersehnte Tasse milden Kaffee.

Jetzt schnell in die Federn. Energie tanken. 

Schon in der Nacht stelle ich mehrfach fest, wie wenig dieser Plan funktionieren wird. Schlaflos in Hoope..

Morgens prasselt dann der Regen unaufhaltsam auf das schräge Fenster. 

Staubig wird es heute also nicht.

Um 8 Uhr sitze ich im Wagen und fahre in Richtung Hoope-Park. Die Honda CRF darf als erstes aus dem Wagen, danach schmeiße ich mich „in Schale“.

Es ist noch Zeit für ein Enduro-Frühstück:

Tasse schwarzen Kaffee + Brezel + Vorfreude = guter Start in den Tag 

Im Training geht es rauf und runter, durch den Schlamm in grossen und kleinen Runden. Bremsen, Beschleunigung, Körperhaltung und Koordination werden trainiert. Der Regen hatte glücklicherweise bereits vor dem Trainingsbeginn aufgehört. Trotzdem war es morgens zu viel Wasser in kurzer Zeit.

Von 12-14 Uhr sind die Motoren aus. In der Mittagspause gibt es Kohlenhydrate für alle: Spaghetti Bolognese. Punkt 14:01 Uhr starten dann aber direkt die ersten Motoren.

Wir üben noch ein wenig weiter und dann geht es auf die Strecke. Bevor ich zum ersten Mal unten liege, bewältige ich gefühlt ganze 15 Meter. Finger quetschen & Mini-Blutblase. Natürlich wartet die ganze Gruppe. Die Honda und ich werden aus dem Weg geräumt. Nachdem ich meine Finger wieder spüre, geht es sofort weiter.

Trotz Motivation und riesiger Neugier auf die Strecke komme ich nicht sehr weit. Nach einigen Kurven, in denen es gut läuft, bin ich zu schnell für die Kurve mit der tiefen Fahrspur. Mein Vorderrad entwickelt spontan eigene Ideen und dem kann ich so schnell nichts mehr entgegensetzen. Der folgende Purzelbaum muss sehr lustig ausgesehen haben. Leider gibt es kein Video davon. Ich hätte es zu gern gesehen. Bevor mein Helm vor dem Vorderrad in den Matsch eintaucht, muss ich schon lachen. Übung macht den Meister. Ich brauche noch sehr viel davon…

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